Philipp Rauth

Lehrkraft für besondere Aufgaben · Assistenz der Geschäftsführung


Forschung

Forschungsinteressen

  • Varietätenlinguistik (v.a. Dialektsyntax)
  • historische Linguistik (v.a. historische Syntax)
  • Arealität dialektaler und historischer Syntax
  • Methodik zur Datenerhebung dialektaler und historischer Syntax

Dissertationsprojekt

Arbeitstitel:
Ditransitive Konstruktionen im Deutschen.
Geschichte und Steuerung der Objektabfolge im Mittelfeld

In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich die linearen Abfolgeregularitäten nicht-pronominaler Dativ- und Akkusativ-Ergänzungen (bzw. Angaben) in ditransitiven Konstruktionen. Im Fokus stehen die modernen und historischen Dialekte des Deutschen. Interessant sind hierbei insbesondere der Einfluss von regional unterschiedlichen Kasussynkretismen auf die Abfolgefreiheit (Rauth 2016a), die zugrundeliegende syntaktische Struktur der ditransitiven Konstruktionen (Rauth 2016b) und die diachrone Entwicklung der Faktoren, die die Abfolge beeinflussen (Rauth 2018; Rauth i.B.).

Die Grundlage der Untersuchung stellt ein Korpus dar, das – soweit möglich – aus mündlichkeitsnahen, dialektalen Texten aus vier Zeitstufen des Deutschen besteht:

Nhd., Nnd. dialektale Prosa-Texte ca. 1.000 Belege
Frnhd., Mnd. II Ausgewählte Texte aus dem Bonner FnhdC
Sammlungen dörflicher Rechtsquellen (Weisthümer)
ca. 1.000 Belege
Mhd., Mnd. I Prosa-Lancelot, Sächsische Weltchronik
Mühlhäuser Reichrechtsbuch, Sachsenspiegel
ca. 400 Belege
Ahd., As. Tatian, Heliand ca. 100 Belege